Sep 13: Was man alles lernen kann
Kann man Glück lernen? Ein Versuch ist es wert, muss sich Oberstudiendirektor Ernst Fritz-Schubert gedacht haben, als er das Fach „Glück“ in den Lehrplan der Heidelberger Willy-Hellpach-Schule aufnahm. Was kurios klingt, beruht auf einem simplen Prinzip: die Gymnasiasten sollen lernen, sich selbst wahrzunehmen, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Fähigkeiten zu analysieren und soziale Kompetenzen zu entwickeln. Der Schulleiter startet damit ein Projekt, das in Großbritannien für einige Schüler bereits seit einem Jahr auf dem Stundenplan steht. Well-Being wird der Unterricht dort genannt. Entspannungsübungen, Motivationstraining, Schauspiel und vieles andere mehr stehen auf dem Programm. Das baden-württembergische Kultusministerium hat der Heidelberger Schule für dieses Projekt grünes Licht gegeben. Allerdings zieht es die Bezeichnung „Lebenskompetenz“ der von „Glück“ vor. Damit trifft es auch den Kern der Bemühungen genauer. Denn was vermittelt werden soll, sind Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, seelische Ausgeglichenheit und die Erkenntnis, was Glück für einen persönlich bedeutet. Individualität soll gefördert und zugleich der Gruppenzusammenhalt gestärkt werden. Gemeinschaft heißt das Zauberwort. In anderen Worten: wer das „Glücks“-Fach belegt, kann gestärkt als freier und mündiger Bürger den Alltagsproblemen der heutigen Zeit entgegen treten. Mit Freunden, Optimismus und Zähigkeit.
Links:
Spiegel
Süddeutsche Zeitung
Stuttgarter ZeitungFocus Schule
TAZ
Immer mehr Kinder sind zu dick – das belegen Statistiken, die die Ernährung in Deutschland und Europa untersuchen. Nach neueren Erhebungen leiden rund 15 Prozent aller deutschen Kids an Übergewicht. Die Diskussion in den Medien ist groß, Schuldige scheinen schnell gefunden: die Eltern, die Schule, die Gesellschaft, die Kinder selbst… Doch so einfach ist es nicht. Viele Faktoren spielen eine Rolle. Auf der Suche nach einer richtigen und gesunden Ernährung, die von den Kindern auch angenommen wird, sind es vor allem die kleinen Schritte, die zählen. Einer davon ist die Einrichtung eines Kochkurses für Kinder – geschehen in München. Unterstützt wurde dieses Projekt von dem renommierten Schmuckhersteller Niessing. Anlässlich des fünfjährigen Bestehens seines Flagshipstores in der Bayernmetropole ließ das Vredener Unternehmen vor einem interessierten Publikum seine „Blütenscheiben“ schmieden. Der Erlös aus dem Verkauf (6.650 Euro) kam rund 150 Münchner Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren zugute. Er ermöglicht ihnen die Teilnahme an einem Kochkurs, in dem sie auf spielerische Art und Weise lernen, dass gesundes Essen auch Spaß machen und schmecken kann.
Foto: Die Münchner Stadtschulrätin Elisabeth Weiß-Söllner (links) nimmt den Scheck von Margit Sereny, Geschäftsführerin Niessing München, entgegen.
Links:www.niessing.com