Falten erzählen vom Leben. Sie sind Teil der Persönlichkeit und spiegeln den Charakter eines Menschen wider. Gefaltetes fasziniert den Betrachter, lässt ihn verweilen, zeigt ihm neue Aspekte des Objekts. Falten und Faltungen machen interessant. Kein Wunder also, dass Eva Maisch eben jenes Thema für ihre neue Ausstellung gewählt hat. Die Galeristin und Schmuckgestalterin zeigt ab 16. Juni in ihrer Werkstatt in Falten gelegten Schmuck, Papier, Stoff und Gerät. Vier Wochen lang werden in der Sterngasse 5 in Würzburg die Schmuckarbeiten von Kazuko Nishibayashi, Rudi Sand, Maike Dahl, Christina Karababa, Astrid Keller und Michihiro Sato zu sehen sein. Faszinierende Origami von Paulo Mulatinho, Mitbegründer des deutschen Origamivereins und Tomoko Fuse laden zum Nachmachen ein. Gefaltetes gibt es auch von Birgit Hrouzek, die plissierte Stoffe in Taschen und Kleidung verwandelt. Wer also Schmuck und Objekte mit Charakter sucht, Wert auf Individualismus legt und sich gern von Ecken, Kanten und Falten verzaubern lässt, ist in dieser besonderen Ausstellung genau richtig.
Eva Maisch Schmuck, Sterngasse 5, 97070 Würzburg, www.eva-maisch-schmuck.de
„Auf Menschen ist nicht leicht zu wirken, doch auf das willige Papier“, sagte einst Johann Wolfgang von Goethe und meinte damit das Schreiben von Büchern und Briefen. Doch dieses Zitat lässt sich ebenso auf das Falten von Papier anwenden – das Origami.
Aufgenommen: Dez 15, 10:19